Clemens Depping

  vermisst seit dem 11. Juli 2012  
    Nordkapphallen, Norwegen

Clemens_Vor_dem_Auto.jpg
                                                                                      
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26. Juni 2012
Clemens trifft seine letzten Reisevorbereitungen in Berlin mit seinem geliebten Opel-Kadett
(Baujahr 1969) für die Reise zum Nordkap. Clemens und sein Freund Alex, beide erfahrene outdoor-
men, stellen gemeinsam die Ausrüstung zusammen. Das Nordkap befindet sich auf der Insel
Magerøya in Norwegen und ist bekannt als nördlichster Punkt Europas. Für die Reise sind maximal
zwei Monate geplant, danach will Clemens nach Berlin zurückkehren um anschließend nach
Spanien zu fahren. Die Reise führt mit der Fähre „Tom Sawyer“ von Rostock nach Schweden,
Finnland und dann nach Nord-Norwegen. Am 7. Juli erreicht Clemens Finnland.
Clemens hatte sich während der Reise nahezu täglich per SMS gemeldet.

 

10. Juli 2012
Clemens fährt direkt und ohne Umwege zum Nordkap, wo er gegen 17:00 Uhr ankommt. Er isst zu
Abend in den Nordkapphallen und macht sich auf den Weg zu einer Mittersommernachtswanderung nach Knivskjellodden.
Knivskjellodden liegt ca. 10 km nordwestlich vom Nordkap. Es wird angenommen, dass er gegen 6:00 Uhr wieder am
Parkplatz der Nordkapphallen ankommt, um sich schlafen zu legen.

 

11. Juli 2012
Um 6:42 hat Clemens die letzte SMS vom Nordkap an seine Mutter geschickt.
Danach verliert sich die Spur von Clemens.
Die letzte SMS lautet, dass Clemens am Parkplatz ist und sich jetzt schlafen legt.

Eine Liste mit dem Clemens Handyverkehr zeigt, dass diese letzte SMS nicht von der Antenne vom Nordkapp, sondern vom ca. 

30km entfernten Honningsvåg abgesendet wurde. Dies ist etwas ungewöhnlich, bei allen anderen Textnachrichten hat die Zuordnung  

vom beschriebenen Ort und der eingetragenen Antenne immer plausibel gestimmt.
 

15. Juli 2012
Eine Mitarbeiterin der Nordkapphallen wird von zwei dänischen Campern auf Clemens’ halterloses
Auto aufmerksam gemacht. Die Rezeption der Nordkapphallen befestigt einen Zettel an Clemens
Auto mit der Bitte, dass er sich melden soll. Die beiden Camper sind unbekannt. Der Parkplatz ist
ein 48-Stunden-Parkplatz. Clemens’ Ticket für den Parkplatz ist nicht gefunden worden. Außerdem
werden die Autos, die den Parkplatz befahren, beim Befahren registriert, aber am Abend werden die
Angaben wieder gelöscht.
Ein Tourist aus Berlin macht gegen 2:00 Uhr zufälligerweise ein Bild mit seinem Handy, auf dem
Clemens’ Auto zu sehen ist. Er meldet sich später auf Grund der Pressemitteilungen.
Man kann davon ausgehen, dass Clemens’ Auto bereits länger auf dem Parkplatz stand. Vermutlich
stand es dort seit dem 10. Juli. Es gibt eine Web-CAM der Nordkapphallen
(http://nordkapp.livecam360.com/cam3/flash/main.php?), aber dort ist Clemens’ Parkposition
schlecht einzusehen.
Am 20. Juli um 12:50 kann man Clemens hellblauen Opel
bei 68° am hinteren Ende des Parkplatzes sehen.
 

17. Juli 2012
Die Rezeption der Nordkapphallen informiert die norwegische Polizei.
 

19. Juli 2012
Thomas, Clemens’ Bruder, wird von der Berliner Polizei informiert.

 

21. Juli 2012
Thomas und Clemens’ Mutter geben in Berlin eine Vermisstenanzeige auf. Die norwegische Polizei
hat Clemens Auto"B-LU 569H", genannt "BLU", nach Honnings transportiert und den Inhalt von Clemens’ Auto durchsucht und ist

nach einer ersten Einschätzung der vorgefundenen Gegenstände der Meinung, dass Clemens keine größere Wanderung macht. Die
Autobatterie war angeschlossen, was ebenfalls ein Indiz dafür ist, dass Clemens keinen längeren
Ausflug geplant hatte, da er seine Batterie sehr umsichtig handhabt. Die norwegische Polizei sucht
die Küste mit Booten und dem Helikopter „Seawolf“ ab.
 

27. Juli 2012
Clemens’ Angehörige fliegen nach Nord-Norwegen.

 

28. Juli 2012
Clemens’ Angehörige treffen in Honningsvåg ein. Die norwegische Polizei sucht mit ca. 20 Mann
den nördlichen Teil des Nordkaps ab.

 

1. August 2012
Clemens’ Angehörige suchen zusammen mit Nils, einem erfahrenen Einheimischen, den mittleren
nördlichen Teil des Nordkaps ab.

 

2. August 2012
Der Inhalt von Clemens’ Auto wird katalogisiert und mit den Angaben von Clemens’ Freund Alex
verglichen. Es entsteht ein erstes Bild von den Dingen, die Clemens unbedingt bei sich haben
müsste. Ein Speicher-Chip mit Clemens’ letzten Reisebildern wird gefunden. Die letzten Bilder
stammen vom 8. Juli 2012.
Der Chip wird von der norwegischen Polizei untersucht.

 

4. August 2012
Clemens’ Angehörige fliegen wieder nach Berlin zurück.

 

9. August 2012
Alex fliegt nach Norwegen und erstellt für Clemens die Vermissten-Seite
„facebook.com/rockdamost“.

 

10. August 2012
Alex nimmt die Suche nach Clemens auf. Er untersucht in Honningsvåg noch einmal Clemens’
Auto und die Übersicht über Clemens’ Dinge konkretisiert sich.
Ein Film-Team vom Sender rbb begleitet Alex und dreht einen Kurzbericht für die Sendung „zibb“.

 

13. August 2012
Ein Busfahrer erzählt Alex, dass in unmittelbarer Nähe an der Parkposition von Clemens zum
Zeitpunkt von Clemens’ Verschwinden ein Stück Zaun gefehlt hat. Daraufhin wird die Stelle an
Clemens Parkposition genauer untersucht. Alex entdeckt eine Stelle am Hang, die unnatürlich bzw.
frisch aufgeworfen aussieht und informiert die örtliche Polizei.

 

16. August 2012
Alex organisiert ein Boot und einen Taucher, der unterhalb des Kaps nahe der Parkplatzposition das
Areal unter Wasser erkundet.

 

18. August 2012
Alex verlässt die die Insel Magerøya mit Clemens’ Auto „BLU“ und fährt die Reiseroute von
Clemens’ Hinfahrt zurück.

 

21. August 2012
Alex und „BLU“ erreichen die Fähre „Tom Sawyer“ in Trelleborg und kommen am 22. August in
Berlin an.

 

22. August 2012
Die norwegische Polizei hat zwei Tage lang mit einer Hundestaffel das Nordkap nach Clemens
abgesucht.
Am nächsten Tag wird der Helikopter „Seawolf“ für eine erneute Suche nach Clemens gemietet.

 

6. September 2012
Gemeinsam wird der SMS-Verkehr mit Clemens erfasst und sein Fahrtenbuch erstellt. Thomas und
Alex schreiben einen Reisebericht. Die Auswertung der SMS-Nachrichten zeigt, dass Clemens’
Angaben über Orte sich auch mit den angegebenen Orten der Sendeantennen mit einer gewissen
Toleranz decken. Die nächsten Schritte werden geplant.
Es wird die E-Mail-Adresse „clemens.depping
@gmx.de“ für Benachrichtigungen in diesem Fall
eingerichtet.

 

11. September 2012
Alex erstellt Suchbilder in Form von Flyern mit Clemens’ Kleidungsstücken, die Clemens mit
allergrößter Wahrscheinlichkeit am Tag des Verschwindens bei sich getragen haben muss. Die
Suchbilder werden dann – für all die europäischen Touristen, die ihn getroffen haben könnten – in
verschiedene Sprachen übersetzt und auf der facebook-Seite „facebook.com/rockdamost“ gepostet.
Thomas besorgt Wetterberichte und eine wissenschaftlich basierte Drift-Simulation. Die Drift-
Simulation zeigt einen statistisch berechneten Verlauf eines Objektes, wenn es, wie vermutet wie
Clemens, in die See gefallen wäre.
Die Drift-Simulation zeigt, dass ein Objekt sich unter den gegebenen Bedingungen zunächst
langsam nach Norden und dann etwas nach Osten wieder dem Lande zugewandt bewegen würde
.
 

2. Oktober 2012
Cordula, eine Skandinavien-Kennerin, die durch Beiträge im norwegischen Camper-Forum
„www.nocc.no“ auf die Suche nach Clemens aufmerksam geworden, schlägt vor, die norwegischen
Häfen, Tauchklubs und Fischereivereinigungen anzuschreiben und Suchbilder dorthin zu schicken.
Ein Berliner stellt uns ein Foto zur Verfügung, dass am 15. Juli 2012 mit seiner Handy-Kamera
gegen 2 Uhr aufgenommen wurde. Das Foto zeigt Clemens’ Auto an der Position, an der auch die
Polizei das Auto am 17. Juli 2012 vorgefunden hat. Es sind weitere Camping-Wagen und
Wohnmobile auf dem Bild zu sehen, die direkt neben dem hellblauen Opel geparkt haben.

 

17. Oktober 2012
Es werden laminierte Suchbilder an 25 verschiedene Adressen der Küstenorte von Nord-Norwegen
verschickt. Die Suchbilder zeigen die Kleidungsstücke und Gegenstände, die Clemens mit
allergrößter Wahrscheinlichkeit am Tag des Verschwindens bei sich getragen haben muss.
Die mitgeschickte Drift-Simulation soll die Aufmerksamkeit vor allem der Fischer und Taucher
erhöhen.

 

18. Oktober 2012
Die norwegische Polizei hat den Hang bei Clemens’ Parkposition noch einmal nach Spuren
abgesucht und keine Auffälligkeiten entdecken können.
  

5. November 2012
Die URL „Clemens-Depping.de“ wird reserviert. Hier soll später eine Homepage für Clemens und
die weitere Suche nach ihm erstellt werden, die eine sachliche Ergänzung zur facebook-Seite ist.


23. November 2012
Auf facebook wird die Gruppenseite „Verschollen: Clemens Depping“
(http://www.facebook.com/clemensdepping) eingerichtet.

 

29. November 2012
Olli gestaltet die erste Version der Homepage „Clemens-Depping.de“.

 

30. November 2012
Das rbb-Team, das bereits einen Beitrag für die Sendung „zibb“ gedreht hat, macht noch einen
zweiten Beitrag zusammen mit Thomas und Alex. Durch den Beitrag soll die Aufmerksamkeit auf
Clemens’ Homepage gelenkt werden. Mit Hilfe der Homepage sollen in erster Linie Menschen
angesprochen werden, die sich zum Zeitpunkt von Clemens’ Verschwinden auf dem Parkplatz
aufgehalten haben und etwas zu Clemens’ Verbleib sagen können oder den vermutlich letzten
Kontakt zu ihm hatten.

 

7. Dezember 2012
Dirk, ein Russlandkenner, nimmt auf seine Russlandreise 20 laminierte Flyer für die russischen
Küstenorte mit.
Außerdem platziert Dirk die Suchmeldungen auf russische Internetseiten.

 

15. Dezember 2012
Alex und Thomas arbeiten an Clemens’ Homepage. Bisher gibt es keine weitere Spur von
Clemens, die Hoffnung beruht nun darauf, dass irgendjemand Clemens auf dem Parkplatz getroffen
haben könnte oder dass – auch wenn die Wahrscheinlichkeit nicht besonders groß ist – noch etwas
an Land gespült oder aufgefunden wird, was über das plötzliche und spurlose Verschwinden dieses
geliebten Menschen Auskunft geben kann.

 

17. Dezember 2012
Um 18:30 Uhr strahlt der rbb in der Sendung „zibb“ erneut einen kurzen Beitrag über die Suche
nach Clemens Depping aus.


23. März 2013
Ein norwegischer Journalist, der in Berlin arbeitet, sieht den RBB-Beitrag und schreibt einen Artikel über Clemens.
Am 23.3.2013 erscheint der Artikel über Clemens in der norwegischen Zeitung VG.
Daraufhin meldet sich die norwegische Suchseite "savnetinorge" und liefert Bilder aus dem Zeitraum 10-11 Juli 2012.
Mit Hilfe dieser Fotos können Fahrzeughalter ausfindig gemacht werden, die sich zur selben Zeit wie Clemens auf dem Parkplatz aufgehalten haben.

30. April 2013

Bei der Berliner Staatsanwaltschaft wird per Anwalt Strafanzeige gegen unbekannt gestellt.


3. Juni 2013

Eine Anfrage bei den zivilien Satelitenbetreibern ergab, dass es für den 11. Juli 2012 auf Grund unpassender Sicht keine auwertbaren Daten gab.

23. Juli 2013

Die Berliner Staatsanwaltschaft stellt die Strafanzeige mangels Beweise ein.

15.  August 2013

Bisher wurden  3 Augenzeugen gefunden die Clemens und seinen geliebten Opel am Abend des 10. Juli 2012 auf dem Parkplatz eindeutig gesehen haben.

Leider gab es aber keinen persönlichen Kontakt und auch keine neuen Hinweise. Nach Aussagen der Augenzeugen hatte Clemens seine Feldmütze auf und trug dunkle Kleidung.

Keiner von den 3 Augenzeugen hatte ihn am nächsten Tag nochmal gesehen.

10.  Oktober 2013

Es werden 15 neue Flyer nach Nord-Norwegen geschickt. Die Flyer wurden überarbeitet und auch am Bestimmungsort aufgehangen. Zur Zeit herscht wenig Betrieb im Norden.
Bis heute gab es auf die Flyer noch keine Reaktion.

2. Januar 2014

Ein finnischer Fahrzeughalter, der zum Zeitpunkt des Absetzens Clemens letzter SMS auf dem Parkplatz vom Parkplatz abfuhr, hat sich gemeldet. Leider hatter er Clemens aber nicht gesehen.

5. Mai 2014

Eine Anfrage beim norwegischen Abwehrdienst hat ergeben, dass es zu dem Zeitpunkt von Clemens Verschwinden keine Aufnahmen gab.

15. Juni 2014

In den Nordkapphallen werden mit Einverständnis des Betreibers die Flyer aktualisiert.

2. Juni 2104

Durch das Auffinden von 3 Zeugen wird per Anwalt nocheinmal die Berliner Staatsanwaltschaft um Hilfe gebeten.
Ausserdem wird um Amtshilfe für die Antwort, warum Clemens letzte SMS vom Nordkapp nicht von der Nordkapp-Antenne, sondern von der Honningsv
åg-Antenne übertragen wurde, gebeten.

9. Juli 2014

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat die Bitte auf Klärung der Vermisstensache nochmals abgelehnt.
Die Bitte nach der Aufklärung der SMS-Übetragung  wird mit der Bemerkung, dass es sich um eine Täuschung von Clemens Seite handeln könnte, abgelehnt.
Die norwegische Telefongesellschaft gibt für solche Fragen Privatpersonen leider keine Ausfunft.


Zur Zeit wird versucht immer noch versucht zu klären,
warum Clemens letzte SMS über die Antenne von Honningsvåg gesendet wurde und nicht, obwohl er schrieb,
dass er sich jetzt schlafen legt und sein Auto sich auf dem Nordkapp-Parkplatz befand, nicht von der Nordkapp-Antenne versendet wurde.